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„Das Griechenland, das ich liebe“

Wer kennt das Urlaubsland Griechenland besser als die Tourismusministerin? Elena Kountoura spricht im TUI-Sommerinterview über Land und Leute, über Kultur, Küste und Küche… über Ganzjahres-Tourismus und Griechenland als Ski-Destination.

Mit dem Interview startet TUI Online Medien die Reihe „Mein Land“. In den kommenden Wochen sollen verschiedene Tourismusminister ihr Land als Urlaubsdestination ebenfalls vorstellen.

Wie heißen Sie Urlauber in Griechenland willkommen?

Elena Kountoura: Wir empfangen jeden Besucher mit einem sehr persönlichen Willkommen. Wir laden unsere Gäste auf eine Reise mit authentischen und individuellen Erlebnissen ein. Und wir ermutigen sie, sich für unser vielfältiges Angebot zu öffnen und sich verwöhnen zu lassen.  Griechenland ist das Land der Schönheit, der Kultur und des Lichts: das Licht des Lebens, der guten Laune und Freude. Es ist die Wärme der Sonne, unsere Gastfreundschaft und die Lebendigkeit der Griechen. Wir wollen, dass sich unsere Gäste wie zuhause fühlen, wenn sie unser Land bereisen und wundervolle Erfahrung machen.

Was macht den besonderen Charme Griechenlands aus?

Elena Kountoura: Mit einer Länge von 16.000 Kilometer verfügt Griechenland über eine der längsten Küstenlinien weltweit. Zudem hat das Land die größte Ansammlung von Inseln im Mittelmeer. Das blaue Wasser, das beeindruckende Festland und das milde angenehme Klima sind ideal für Reisen zu jeder Jahreszeit. Die außergewöhnliche Landschaft, reichhaltige Geschichte und Kultur bilden die Grundlagen für einen nachhaltigen Tourismus. Entsprechend respektvoll entwickeln wir neue Touristikprodukte und fördern neue Reiseziele in Griechenland.

Internationale Medien und Reiseumfragen bewerten Griechenland als eine der beliebtesten europäischen und globalen Destinationen für Sommerurlaube, aber auch für Luxus-Urlaube, Kreuzfahrten, Segel- oder Städtetrips sowie Wellnessreisen, Hochzeiten oder Flitterwochen. Wir sind im Mittelmeerraum eine starke Marke in puncto Einzigartigkeit, hochwertige Unterkünfte, Service und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch das vielseitige Angebot an Zielen, das Sicherheitsbewusstsein, die Freundlichkeit und Gastfreundschaft machen Griechenland für Urlauber zu einem sehr attraktiven europäischen Reiseziel und in Summe zu einer ausgezeichneten Wahl.

Was sind Ihre Lieblingsorte, -strände und -festivals in Griechenland?

Elena Kountoura: Meine Empfehlung an alle Besucher, die sich für ein oder mehrere Reiseziele in meinem Land entscheiden: Besuchen Sie Monumente des Weltkulturerbes sowie historische, religiöse und spirituelle Stätten. Und lassen Sie sich, wenn Sie gerne schwimmen und segeln, auch nicht die fantastischen Strände und die vielen Möglichkeiten für Sport und Entspannung an den Flüssen und Seen im ganzen Land entgehen. Unser Angebot für Naturliebhaber ist ein dichtes Netzwerk von Wanderrouten auf den Inseln und in den Bergen. Das Olymp Festival bietet Bergsteigern einzigartige Erfahrungen. Viele Inseln locken mit einem unvergleichlichen Klettererlebnis in Kombination mit einer wundervollen Aussicht auf das Meer.

Gleichzeitig sollten sich unsere Besucher nicht die Festivals und lokalen Feierlichkeiten in der näheren Umgebung entgehen lassen. Unsere Museen, Kunstausstellungen und großen Kulturveranstaltungen, wie etwa das im Sommer abgehaltene dreimonatige Epidaurus Festival in Athen, ziehen Besucher aus der ganzen Welt an. Täglich finden in ganz Griechenland Veranstaltungen, Ausstellungen und Dorffeste auf Freilichtbühnen, Burgen und Hauptplätzen statt. Hier werden Kunst, Musik, Tänze, lokale Traditionen und lokale Speisen angeboten. All dies hebt die jeweilige Kultur und Identität vor Ort hervor und bringt Menschen zusammen, um das Leben gemeinsam zu feiern.

Das ist das Griechenland, das ich liebe.

Welche persönliche Empfehlung haben Sie für ausländische Besucher in Griechenland? Was sollte sich jemand bei einem Besuch in Ihrem Land auf keinen Fall entgehen lassen?

Elena Kountoura: Jedes Reiseziel in Griechenland hat seine eigene, sehr unterschiedliche Identität und je mehr man reist, desto mehr gibt es zu entdecken und zu erleben. Selbst in einem kurzen Zeitraum lassen sich viele verschiedene Eindrücke sammeln. Es gibt nur wenige Orte auf der Welt, an denen man in den Bergen Ski fahren und nach nur 20 Minuten Wegstrecke an einem atemberaubenden Strand schwimmen oder an der Küste gut essen gehen kann. Aufgrund der geringen Entfernung zwischen den Inseln sowohl im Ägäischen als auch Ionischen Meer und den zahlreichen Schiffs- und Flugverbindungen mit dem Festland können die Urlauber während einer Reise gleich mehrere Ziele auf einmal besuchen. Für alle, die unbewohnte Inseln und abgelegene, nur vom Wasser zugängliche Strände erkunden wollen, ist Segeln ideal. Für Taucher gibt es archäologische Unterwasserparks in der Nähe von bewohnten Inseln und Ferienorten an der Küste.

Das Reisen durch Griechenland ist ein nie endendes Erlebnis. Aus diesem Grund kehren viele unserer Besucher mehrmals nach Griechenland zurück, um am selben oder einem anderen Ort Urlaub zu machen.

Wie sagt man „Guten Appetit!“ auf Griechisch und welche typischen einheimischen Gerichte würden Sie einem Freund oder Urlauber empfehlen?

Elena Kountoura: Auf den kulinarischen Reiserouten quer durch Griechenland lernt man die Kultur kennen, trifft sich mit den Menschen vor Ort und sammelt sehr persönliche Erlebnisse. Die griechische Gastronomie ist in unserer Geschichte und Kultur tief verankert. Sie bietet mit unseren lokal angebauten frischen Produkten einen einmaligen Geschmack. Und nebenbei fördert sie einen gesunden Lebensstil, das Wohlgefühl und ein langes Leben. Das einzigartige griechische native Olivenöl, reiner Honig, Kräuter und Gewürze wie Oregano und Thymian, der unvergleichliche rote Safran und Fava, geschmackvolle Kapern sowie der Feta in unserem Griechischen Salat, frische lokale Produkte und leckerer Fisch sind für unsere kulinarischen Gerichte grundlegende und häufig verwendete Zutaten. Dies alles wird gerne mit außergewöhnlichen griechischen Weinsorten kombiniert.

Neben den Originalgerichten in den Tavernen, können Gäste landesweit in extravaganten Restaurants Gourmet-Gerichte von Spitzen-Köchen probieren. Diese vereinen griechische Tradition und traditionelle, lokale Küche mit modernen Elementen. Als idealen Start in den Tag kann ich Ihnen das griechische Frühstück empfehlen.

Mit „Kali orexi“ wünschen wir unseren Gästen einen guten Appetit. Essen steht in der griechischen Kultur für ein Zusammenspiel mit Land und Umgebung. Und in noch größerem Maße zählt das Zwischenmenschliche, die Kommunikation und die persönliche Teilnahme: Es geht darum, sich an einem Tisch zu versammeln und Essen, Gedanken, Gefühle und Erfahrungen miteinander zu teilen. Dies ist besonders wertvoll und ein Teil dessen, was Griechenland als Reiseziel ausmacht.

Zu welcher Jahreszeit ist der Urlaub in Griechenland am schönsten?

Elena Kountoura: Griechenland ist ein beliebtes Urlaubsland im Sommer mit einer Hauptreisezeit zwischen April und November. Nur die wenigsten Urlauber wissen, dass sich viele griechische Destinationen als Ganzjahresziele eignen und für jede Jahreszeit Erlebnisse bieten. Dies ist Teil unserer neuen Tourismuspolitik und unseres Tourismusmarketings: In Griechenland gibt es über 700 natürliche Thermalquellen und ganzjährig betriebene Kurorte und Wellness-Center.

Viele Sommerurlaubsorte haben den ganzjährigen Tourismusbetrieb aufgenommen. Die Hotels und Geschäfte sind auch im Winter geöffnet und die durchgehenden Schiffs- und Flugverbindungen ermöglichen es Urlaubern, beispielsweise den Weihnachtsurlaub auf einer griechischen Insel zu verbringen.

Ebenso bieten wir in Griechenland Wintertourismus an. Wir haben zahlreiche Skizentren und Reiseorte auf dem Festland, die im Winter bei den Griechen für den Familien- oder Lifestyle-Ausflug sehr beliebt sind. Ziel ist es, dass diese Orte auch bei Urlaubern aus dem Ausland als attraktive Reiseziele an Bekanntheit gewinnen.

Athen mit seiner Riviera und Thessaloniki, aber auch die großen Hafenstädte eignen sich das ganze Jahr über ideal für Städtereisen. Sie vereinen dabei Kultur, etwa die Besichtigung von archäologischen oder Weltkulturerbe-Stätten, Shopping, eine riesige Auswahl an gutem Essen und Unterhaltung sowie das berühmte Nachtleben.

Wie wichtig ist der Tourismus in Griechenland?

Elena Kountoura: Der Tourismus stellt für das wirtschaftliche und soziale Wachstum sowie die regionale Entwicklung des Landes eine wichtige Branche dar. Auf sie entfallen etwa 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und etwa ein Fünftel der Gesamtbeschäftigung. Etwa eine Million Arbeitsplätze hängen direkt oder indirekt vom Tourismus ab. Trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, denen sich das Land gegenübersah, hat die griechische Tourismuswirtschaft in den jüngsten Jahren eine starke Entwicklung verzeichnet. 2015 erreichten wir mit über 26 Millionen internationalen Ankünften und über 14,1 Milliarden Euro Umsatz einen Allzeithöchststand – eine Steigerung von etwa 7 Prozent, gegenüber dem internationalen Tourismus mit einem Gesamtwachstum von 5 Prozent. Mit der erfolgreichen Vereinbarung zwischen Regierung und Gläubigern haben wir den Weg zurück auf den Wachstumspfad geschafft. Wir erwarten, dass der Tourismus auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen wird.

Die Investition in den Tourismus ist für unsere Regierung von hoher Priorität. Unser Angebot umfasst 5-Sterne-Hotels, Luxusurlaubsorte, integrierte Urlaubsanlagen und Boutique-Hotels, aber auch hochwertige Unterkünfte in familiengeführten Häusern, ein typisches und persönliches Merkmal unserer Tourismusbranche. Deshalb unterstützen und finanzieren wir Projekte zur Aufwertung und Modernisierung der Klein- und mittelständischen sowie die Gründung neuer Unternehmen. Dies geschieht mit dem Ziel, neue Einkommensquellen zu schaffen und die regionale Entwicklung und Aktivität, selbst der entlegensten Bereiche auf dem Festland und den Inseln, anzukurbeln. Gleichzeitig fördern wir durch unser neues Entwicklungs- und Investitions-Rahmenwerk große und strategische Investitionen von internationalen Fonds und ausländischen Investoren, die ein gesteigertes Interesse am griechischen Tourismussektor mit seinen guten Möglichkeiten haben.

Letztes Jahr sind über 26 Millionen Menschen nach Griechenland gereist – das ist der bisherige Höchstwert für dieses Land. Wie beabsichtigt die griechische Ministerin für Tourismus, die Urlauberzahlen langfristig weiter zu steigern?

Elena Kountoura: Wir verlängern unsere Tourismussaison und bieten Urlaub an 365 Tagen im Jahr. Unser Plan zielt darauf ab, Griechenland als ganzjähriges Urlaubsziel zu bewerben. Zudem entwickeln wir derzeit neue touristische Produkte, um auf den Inseln und dem Festland neue griechische Reiseziele zu erschließen. Mit unserer Strategie wollen wir zusätzliche Urlauberströme über das Jahr generieren. Wir bieten Urlaubern außerdem die Option, ihren „Sommerurlaub“ an unseren Urlaubsorten schon zu Beginn des Frühlings bis zum Oktober oder November zu verbringen und dabei immer noch ideale Wetterbedingungen zu haben. Darüber hinaus erschließen wir neue Quellmärkte wie etwa den Nahen Osten, Russland, China und Korea.

Wir richten neue Direktflüge ein und erweitern die Flugverbindungen zwischen unseren Reisezielen und vielen Großstädten auf der ganzen Welt. Außerdem fördern wir neue Investitionen im Bereich des Luxus-Tourismus, der hochklassigen Hotellerie und der touristischen Infrastrukturprojekte. Damit wollen wir unser Tourismusprodukt stärken und ausweiten. Wir haben viele großartige Segel- und Yachthäfen, sowie eine gute Infrastruktur für Golf-, Spa-, Tauch- und Luxus-Einrichtungen.

In Kooperation mit den 13 Regionen Griechenlands, örtlichen Partner und Vertretern der Privatwirtschaft, vermarkten wir Griechenland mittels digitaler Technologie und über alle Kommunikationskanäle in allen wichtigen Quellmärkten. Dabei geht es uns darum, die einzigartigen Erlebnisse, die die einzelnen griechischen Urlaubsgebiete bieten, in den Vordergrund zu bringen und die attraktiven – oft weniger bekannten – Facetten Griechenlands bekannt zu machen.

Tausende von Flüchtlingen haben das Mittelmeer in den letzten Monaten überquert. Hat sich dies auf den Tourismus in Griechenland ausgewirkt?

Elena Kountoura: Das griechische Tourismusministerium hat zu Beginn der Saison eine sehr effektive Strategie entwickelt, um den Tourismus davon unbeeinflusst zu lassen. Vorläufige Flüchtlingslager wurden auf wenigen Inseln eingerichtet und liegen fernab der Touristenorte. Die griechische Regierung hat große Anstrengungen unternommen, die Flüchtlinge, die nach Europa kamen, besser zu versorgen. Die Menschenrechte hatten dabei für uns oberste Priorität. Wir haben Unterkunft und Nahrung für die Menschen, die in großer Not und Schwierigkeiten waren, bereitgestellt. Die Bewohner auf den griechischen Inseln haben das humane Gesicht Europas gezeigt und damit weltweit eine starke Botschaft für Frieden und Solidarität gesendet. Die Flüchtlingsströme über die Ägäis sind fast vollständig zurückgegangen. Unsere Inseln sind fantastische Urlaubsziele und bereit die Urlaubsgäste zu empfangen.

Wie sollte sich ein Urlauber in Griechenland verhalten, um den Einheimischen ein Lächeln zu entlocken? Und was würden die Griechen tun, um Urlauber zum Lächeln zu bringen?

Elena Kountoura: Das Lächeln steckt in unseren Genen. Urlauber sehen bei uns freundliche und glückliche Gesichter. Das Lächeln entspringt unseren Herzen. Ob auf einer kleinen Insel oder im lebhaften Zentrum einer Großstadt, merkt man, wie freundlich und kontaktfreudig die Griechen sind. Und dies gilt sowohl für diejenigen, die im Tourismus beschäftigt sind, als auch für Einheimische, auf die ein Urlauber zufällig trifft. Das Wichtigste bei einem Urlaub ist es, den Besucher zum Lächeln zu bringen. Dieses Selbstverständnis verkörpert TUI als führendes Touristikunternehmen auf dem globalen Markt. Die herzliche Gastfreundschaft der Menschen in Griechenland, die die Gäste erfahren, wenn sie sich mit den Einheimischen treffen, unterstreicht Griechenlands Identität als ein „Zuhause im Ausland“.

Titelfoto / Interview mit Elena Kountoura, Tourismusministerin von Griechenland  / Foto: TUI

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